Damit die kleinen Hüpfer gesund bleiben und ein hohes Alter erreichen, sind die richtigen Haltungsbedingungen und eine ausgewogene Ernährung die besten Voraussetzungen. Wichtig: Rennmäuse, die erhebliche Krankheitssymptome aufweisen, sollten schnellstmöglich einem Tierarzt vorgestellt werden, damit sie behandelt und versorgt werden können. Das ist besonders wichtig, da Kleintiere aufgrund ihres raschen Stoffwechsels sehr rasch abbauen und auch "harmlosere" Krankheiten zum Tod führen können. Gesundheitscheck: Da Rennmäuse in der freien Natur viele Fressfeinde haben, zeigen sie Krankheitsanzeichen nur bedingt. Auch in der Heimtierhaltung muss man sehr auf das Verhalten der Kleinen achten um eventuelle Krankheiten schnell erkennen zu können. Hier deshalb einmal ein kurzer Gesundheitscheck: Appetitlosigkeit starke Gewichtsabnahme stumpfes & aufgeplustertes Fell apatisches Verhalten Durchfall häufiges Kratzen Klickgeräusche beim Atmen     Der Standort ist ein sehr wichtiger Faktor. Vermeidet Zugluft, Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, extreme Kälte und Rauch. Das alles können die Kleinen auf Dauer nicht vertragen. Außerdem solltet ihr darauf achten, dass die Tiere ihre Ruhephasen einhalten können und nicht ständig gestört werden.     Die Gesellschaft ist ebenfalls sehr wichtig. Eine Rennmaus sollte nie allein gehalten werden. Durch den Stress der Einzelhaltung können Verhaltensstörungen, stupide Wiederholungen und Apathie die Folge sein. Rennmäuse sind Gruppentiere und mindestens zwei Tiere zu halten sind ein absolutes Muss.     Die Ernährung ist einer der wichtigsten Faktoren um Krankheiten zu vermeiden. Das Futter sollte vielseitig zusammengesetzt sein und die richtige Mischung aus Vitaminen, Spurenelementen, Mineralien und anderen lebenswichtigen Nahrungsbestandteilen enthalten. Unbedingt solltet ihr plötzliche Futterumstellungen vermeiden, um Durchfall zu verhindern. Achtet bei dem Heu auf die Herkunft. Verunreinigtes Heu kann durch wilde Mäuse verschmutzt worden sein - es besteht Infektionsgefahr, z.B. durch die Tyzzer-Seuche. Auch bei Gräsern und Pflanzen am Wegrand sollte man auf Sauberkeit achten. Kein Grünfutter an stark befahrenen Straßen sammeln, da es durch die Abgase verunreinigt wurde.     Eine abwechslungsreich gestaltete Unterbringung mit vielen Versteck- und Beschäftigungsmöglichkeiten ist artgerecht und fördert die natürliche Lebensweise. Denn Nagen, Wühlen, Klettern und Graben sind den Rennmäusen in die Wiege gelegt worden. Durch viele Röhren, Tunnel, Kletteräste, Futterverstecke usw. wird Langeweile vorgebeugt und die Muskeln werden trainiert, sodass die Kleinen nicht zu viel Fett ansetzen. Haben sie nur ein kärglich eingerichtetes Zuhause leiden sie unter Beschäftigungsmangel und werden leichter krank.     Die komplette und gründliche Reinigung von Becken und Inneneinrichtung (ca. alle vier bis acht Wochen) sorgt dafür, dass Krankheitserreger sich nicht ungehindert ausbreiten können. Frischfutter vom letzten Tag muss aus dem Käfig entfernt werden, damit es nicht gärt oder Schimmel ansetzt. Wasserflaschen müssen regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt werden und dürfen nicht tropfen. Da sonst die Luftfeuchtigkeit steigt und die Atemwege der kleinen Renner Schaden nehmen können. Die wichtigsten Tipps für ein gesundes Rennmausleben © by Jennifer Gehlert